Land vergibt Sterne für lokale Produkte

Unter den Preisträgern waren unter anderen das Colbitzer Pils aus der Colbitzer Heide-Brauerei!

Sachsen-Anhalt hat erstmals Lebensmittel aus dem Land mit dem neuen Preis "Kulinarischer Stern" auszeichnet. Für den Titel bewarben sich 77 Unternehmen mit 132 Produkten. 

Sachsen-Anhalt will noch mehr Aufmerksamkeit auf Lebensmittel aus dem Land richten und hat erstmals die besten Produkte ausgezeichnet.


Bild (v.l.n.r.): Prof. Dr. Claudia Dalbert, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, Frau Petra Haase, Geschäftsführerin der Colbitzer Heide.Brauerei, Dr. Reiner Haseloff – Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt


Magdeburg (dpa) l Knackwurst mit Whiskey, Bio-Weichkäse vom Ziegenhof oder Antipasti mit gerösteten Pilzen aus der Altmark: 13 regionale Produkte können sich künftig mit dem "Kulinarischen Stern" des Landes Sachsen-Anhalts schmücken. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Agrarministerin Claudia Dalbert (Grüne) kürten am Mittwochabend in der Magdeburger Staatskanzlei erstmals die besten Lebensmittel-Produkte aus der Region.


Wer hat gewonnen?
Die Siegerliste ist lang. Sterne gab es in 13 verschiedenen Kategorien, von Bier über Brotaufstriche, Wein, Wurst bis hin zu Süßwaren. Unter den Gewinnern sind so bekannte Klassiker wie der Salzwedeler Baumkuchen aus der Altmark. Auch Colbitzer Pils bekam das Label. Daneben setzte sich auch das Unternehmen Casa Culina durch, das aus der Ernte der 600 eigenen Walnussbäume in Huy im Harz ein Bio-Feinöl presst. Die Knackwurst mit Nüssen und Whiskey der Landfleischerei Specht aus dem Jerichower Land überzeugte die Jury ebenso wie die Fassbrause aus Hopfen und Holunder der Brauserei in Gommern. Das Weinhaus Matthias Hempel aus Freyburg kann seinem Roten Muskateller, gewonnen aus einer seltenen Rebsorte im Saale-Unstrut-Tal, einen Stern anhängen.


Wie wurde ausgesucht?
Der Wettbewerb startete Anfang März. Unternehmen mussten ihre Vorschläge einreichen und konnten auch mehrere Produkte nennen. Voraussetzung: Firmensitz oder Hauptproduktion in Sachsen-Anhalt mit Hauptzutaten von hier. Wo das – wie bei Kaffee oder Tee – nicht möglich ist, musste eine besondere Herstellung, etwa nach regionaler Tradition, nachgewiesen werden. Fast 80 Firmen folgten dem Aufruf, reichten 132 Produkte ein. Eine vierköpfige Fachjury, darunter Sternekoch Christopher Franz aus Dahlenwarsleben, verkostete alle Vorschläge, testete die Qualität und kürte die Besten.


Was fällt auf?
Die meisten Gewinner kommen aus dem Harz. Vier Hersteller entschieden eine Kategorie für sich. Aus der Börde und dem Jerichower Land kommen jeweils zwei Sieger. Fünf Produkte sind Bio-Qualität.


Was bringt die Auszeichnung?
Laut Idee soll es Lebensmittel aus Sachsen-Anhalt über die Landesgrenzen hinaus bekannter machen. Dotiert ist die Auszeichnung nicht. Die Hersteller können mit der Auszeichnung werben, bei der Gala gab es eine großformatige Plakette. Zudem werden sie bei großen Veranstaltungen, etwa dem Landeserntedankfest, beim Tag der Deutschen Einheit oder der internationalen Grünen Woche in Berlin gesondert präsentiert. Der Preis soll ab jetzt jährlich vergeben werden. Das Label solle zum Qualitätssiegel werden, sagte Jörg Bühnemann von der Agrarmarketinggesellschaft (AMG) des Landes. Die AMG organisierte den Wettbewerb.


Was erhoffen sich die Gewinner?
"Auf jeden Fall Werbung", sagte David Bahrendt. Er führt seit 2011 die Bäckerei Düsedau in Colbitz und gewann mit seinem Wurzelbrot die Brot-Kategorie. "Wir sind ein aufstrebendes Unternehmen und planen viele Aktivitäten." Alles sei Handwerk, kein Produkt komme aus der Maschine. "Und die großen versuchen es auch über Auszeichnungen und Preise, warum nicht auch wir kleinen?"


Quelle: Volksstimme

Bild: Andreas Stedtle


 

Ein neuer Wettbewerb, eine neue Auszeichnung, eine eindeutige Aussage:

Lebensmittel aus Sachsen-Anhalt sind von ausgezeichneter Qualität.

Besuchen Sie die Website zum Wettbewerb „Kulinarisches Sachsen-Anhalt“

 

nach oben